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Mögliche Verpflichtungen für die Abwehr

    • HAN SOLO schrieb:

      Schroeder1887 schrieb:

      Die 74 Mio sind natürlich die Summe ohne das Geld was wir Kühne schulden, denn da wird die Rückzahlung ja nur bei Teilnahme am int. Wettbewerb fällig.

      Ob ich Recht habe oder nicht steht erst 2021 fest.... Wenn der HSV nach neuerlichen Investitionen Insolvenz anmelden muss (mMn wird das dann passieren) oder nicht.

      Neue Schulden kann der HSV übrigens nur machen, wen ihm jemand das Geld dazu gibt. Wer sollte so blöd sein? Die Kohle sieht er doch bei unseren Finanzgebahren nie wieder! Also ich würde mein Geld da lieber in griechische Staatsanleihen investieren...

      Kein Verein wird uns Spieler ab 2019 noch auf Pump verkaufen.

      Die Verpflichtung von Natanael wird uns nicht ruinieren, aber auch nicht vor dem Abstieg retten. Denn bei uns klemmt vorne der Schuh, wenn Wood außer Form ist, haben wir keinen bundesligatauglichen Stürmer mehr.
      2021? Wer redet von 2021? Wenn ich von Verpflichtungen im Winter rede, dann meine ich 2017/2018. Wenn ich von der neuen Saison rede, dann von 2018/2019. Und im Winter bzw. zur neuen Saison werden wir ja sehen, was passiert.
      Neue Schulden kann der HSV nur machen, wenn ihm jemand das Geld dazu gibt? Was ist denn das für ein Unsinn. Zum einen kann man sich durchaus im Einzelfall (noch) höher verschulden? Irgendwie sind wir doch auch auf Deine 74 Millionen gekommen. Entscheidend ist allein, ob wir Zahlungsunfähig bzw. Überschuldet wären. Und ob ich nun einen Spieler auf Pump kaufe oder mir das Geld dafür leihe - für die Verbindlichkeiten und damit eine mögliche Insolvenz spielt das nun keine Rolle. Es sei denn, dass mir das Geld jemand schenkt. Dann mache ich aber keine neuen Schulden.

      Wieso sollte der HSV nun gerade nach neuerlichen Investitionen Insolvenz anmelden müssen? Du haust einfach Behauptungen raus, ohne diese zu begründen. Ich denke, Du weißt überhaupt nicht, wann eine Insolvenz eintritt.
      Schon klar.
      Wir hauen bis 2021 weiter schön die Kohle raus, weil wir ja erst dann zurückzahlen müssen. Das Spielerkäufe dieses Jahr über das Gehalt auch unsere Zukunft belasten... wen interessiert das? Dabei hat uns genau diese Einstellung (was interessiert uns, was morgen ist?) erst in diese Situation gebracht. Und 2021 schauen wir dann mal, wo wir die 74 Mio her bekommen, vielleicht gibt´s den Weihnachtsmann ja doch..... Ich mache mir die Welt, widewidewit...

      1. Da steht "fällig bis 2021", und nicht, das alles 2021 fällig ist, sondern eben teilweise auch schon vorher. Bei der Summe sollte man eh vorher schon mal anfangen, anzusparen. 74 Mio in einem Jahr sind selbst für den HSV etwas viel. Es sei denn, du läufst 2021 in der Bundesliga mit dem Amateurkader auf, der dann die Gehaltskosten auf 3 Mio senkt.

      2. Auf die 74 Mio sind wir gekommen, weil wir immer neue Anleihen etc. rausgehauen und immer neue Kredite aufgenommen haben, deren Rückzahlung nun eben fällig wird. Das wird eben in Zukunft nicht mehr möglich sein, den Kühne fällt früher oder später als Geldgeber aus und die geschönten Planungen in den Bilanzen (Platz 10) kannste auch keinem Banker mehr verkaufen, der seinen Job behalten will. Einen Spieler kann man auf Pump kaufen, wenn der abgebende Verein damit einverstanden ist. Richtig, wir könnten ihn auch kaufen, wenn uns jemand das Geld dazu leiht, bliebe dasselbe. Aber wer ist denn so bescheuert und leiht dem HSV auch nur noch 1 Cent? Dann kann er es auch gleich verbrennen oder den Griechen leihen.

      3. Dan verrate mir doch mal, bei wem du neue Schulden machen willst, wenn der nicht damit einverstanden ist. Bezahlst du einem Spieler sein Gehalt nicht, wird er dich verklagen. Bezahlst du einem Verein die Ablöse nicht, geht´s dir genauso. Und neue Anleihen ausgeben bzw neue Kredite aufnehmen geht halt auch nur, wenn der Geldgeber damit einverstanden ist.

      4. Die 74 Mio sind bis 2021 fällig. Wenn wir sie nicht begleichen können, sind wir de facto zahlungsunfähig und damit insolvent. Es hilft dir im übrigen nicht mal was, wenn du noch Gegenwerte hast, die du aber nicht mehr rechtzeitig veräußern kannst (unser Stadion z.B.) Denn es heißt nichts anderes, als das du deinen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kannst.

      Es sind durchaus schon Unternehmen wg. 50.000,- nicht beglichenen Verbindlichkeiten insolvent gegangen, obwohl sie noch 100.000,- Forderungen hatten. Diese waren aber entweder gar nicht einzutreiben oder erst später fällig. Schlechte Zahlungsmoral der Kunden hat schon so manchen in den Ruin getrieben, der vom Papier her eigentlich gut da stehen müsste.

      Ansonsten warte ich immer noch auf eine Antwort, wie wir realistischerweise die 74 Mio zurückzahlen sollen. Bis jetzt kam da von dir noch nix.
    • Mausch IT-Services

    • Schroeder1887 schrieb:

      HAN SOLO schrieb:

      Schroeder1887 schrieb:

      Die 74 Mio sind natürlich die Summe ohne das Geld was wir Kühne schulden, denn da wird die Rückzahlung ja nur bei Teilnahme am int. Wettbewerb fällig.

      Ob ich Recht habe oder nicht steht erst 2021 fest.... Wenn der HSV nach neuerlichen Investitionen Insolvenz anmelden muss (mMn wird das dann passieren) oder nicht.

      Neue Schulden kann der HSV übrigens nur machen, wen ihm jemand das Geld dazu gibt. Wer sollte so blöd sein? Die Kohle sieht er doch bei unseren Finanzgebahren nie wieder! Also ich würde mein Geld da lieber in griechische Staatsanleihen investieren...

      Kein Verein wird uns Spieler ab 2019 noch auf Pump verkaufen.

      Die Verpflichtung von Natanael wird uns nicht ruinieren, aber auch nicht vor dem Abstieg retten. Denn bei uns klemmt vorne der Schuh, wenn Wood außer Form ist, haben wir keinen bundesligatauglichen Stürmer mehr.
      2021? Wer redet von 2021? Wenn ich von Verpflichtungen im Winter rede, dann meine ich 2017/2018. Wenn ich von der neuen Saison rede, dann von 2018/2019. Und im Winter bzw. zur neuen Saison werden wir ja sehen, was passiert.Neue Schulden kann der HSV nur machen, wenn ihm jemand das Geld dazu gibt? Was ist denn das für ein Unsinn. Zum einen kann man sich durchaus im Einzelfall (noch) höher verschulden? Irgendwie sind wir doch auch auf Deine 74 Millionen gekommen. Entscheidend ist allein, ob wir Zahlungsunfähig bzw. Überschuldet wären. Und ob ich nun einen Spieler auf Pump kaufe oder mir das Geld dafür leihe - für die Verbindlichkeiten und damit eine mögliche Insolvenz spielt das nun keine Rolle. Es sei denn, dass mir das Geld jemand schenkt. Dann mache ich aber keine neuen Schulden.

      Wieso sollte der HSV nun gerade nach neuerlichen Investitionen Insolvenz anmelden müssen? Du haust einfach Behauptungen raus, ohne diese zu begründen. Ich denke, Du weißt überhaupt nicht, wann eine Insolvenz eintritt.
      Schon klar.Wir hauen bis 2021 weiter schön die Kohle raus, weil wir ja erst dann zurückzahlen müssen. Das Spielerkäufe dieses Jahr über das Gehalt auch unsere Zukunft belasten... wen interessiert das? Dabei hat uns genau diese Einstellung (was interessiert uns, was morgen ist?) erst in diese Situation gebracht. Und 2021 schauen wir dann mal, wo wir die 74 Mio her bekommen, vielleicht gibt´s den Weihnachtsmann ja doch..... Ich mache mir die Welt, widewidewit...

      1. Da steht "fällig bis 2021", und nicht, das alles 2021 fällig ist, sondern eben teilweise auch schon vorher. Bei der Summe sollte man eh vorher schon mal anfangen, anzusparen. 74 Mio in einem Jahr sind selbst für den HSV etwas viel. Es sei denn, du läufst 2021 in der Bundesliga mit dem Amateurkader auf, der dann die Gehaltskosten auf 3 Mio senkt.

      2. Auf die 74 Mio sind wir gekommen, weil wir immer neue Anleihen etc. rausgehauen und immer neue Kredite aufgenommen haben, deren Rückzahlung nun eben fällig wird. Das wird eben in Zukunft nicht mehr möglich sein, den Kühne fällt früher oder später als Geldgeber aus und die geschönten Planungen in den Bilanzen (Platz 10) kannste auch keinem Banker mehr verkaufen, der seinen Job behalten will. Einen Spieler kann man auf Pump kaufen, wenn der abgebende Verein damit einverstanden ist. Richtig, wir könnten ihn auch kaufen, wenn uns jemand das Geld dazu leiht, bliebe dasselbe. Aber wer ist denn so bescheuert und leiht dem HSV auch nur noch 1 Cent? Dann kann er es auch gleich verbrennen oder den Griechen leihen.

      3. Dan verrate mir doch mal, bei wem du neue Schulden machen willst, wenn der nicht damit einverstanden ist. Bezahlst du einem Spieler sein Gehalt nicht, wird er dich verklagen. Bezahlst du einem Verein die Ablöse nicht, geht´s dir genauso. Und neue Anleihen ausgeben bzw neue Kredite aufnehmen geht halt auch nur, wenn der Geldgeber damit einverstanden ist.

      4. Die 74 Mio sind bis 2021 fällig. Wenn wir sie nicht begleichen können, sind wir de facto zahlungsunfähig und damit insolvent. Es hilft dir im übrigen nicht mal was, wenn du noch Gegenwerte hast, die du aber nicht mehr rechtzeitig veräußern kannst (unser Stadion z.B.) Denn es heißt nichts anderes, als das du deinen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kannst.

      Es sind durchaus schon Unternehmen wg. 50.000,- nicht beglichenen Verbindlichkeiten insolvent gegangen, obwohl sie noch 100.000,- Forderungen hatten. Diese waren aber entweder gar nicht einzutreiben oder erst später fällig. Schlechte Zahlungsmoral der Kunden hat schon so manchen in den Ruin getrieben, der vom Papier her eigentlich gut da stehen müsste.

      Ansonsten warte ich immer noch auf eine Antwort, wie wir realistischerweise die 74 Mio zurückzahlen sollen. Bis jetzt kam da von dir noch nix.
      :mauer: Sage einmal Schröder ... merkst Du eigentlich noch etwas?

      Die Diskussion ging alleine mit der Frage los, ob der HSV in Lage wäre einen bestimmten Abwehrspieler zu verpflichten. Dann, ob der HSV grundsätzlich in der Lage wäre sich im Winter bzw. zur nächsten Saison zu Verstärken ... und zwar ohne schwarze Null. Und jetzt willst Du von mir einen Finanzierungsplan, wie der HSV von seinen Schulden runterkommen soll?

      Natürlich kann man es sich so einfach machen wie Du. Nur noch Talente aus den eigenen Reihen oder ablösefreie Spieler und wenn das nicht reicht, Pech gehabt. Leider ist das eine Milchmädchenrechnung. Abgesehen davon, dass ich nicht möchte, dass der HSV absteigt, steht uns dann ein richtig fiskalisches Debakel bevor, bedingt durch fehlende Fernsehgelder, Werbeeinnahmen, Zuschauereinnahmen etc.. Alles das spielt bei Deinen Überlegungen keine Rolle ...sollte es aber.

      Außerdem unterstellst Du einfach so fehlende Kreditwürdigkeit des HSV. Mir ist schon nicht ganz klar, wie Du dazu überhaupt kommst. Und Deine Ausführungen zum Thema Insolvenz machen zwei Dinge deutlich. Erstens: Du hast von dieser Thematik grundsätzlich keine Ahnung und Zweitens: Deine Behauptung der HSV stünde kurz vor der Insolvenz ist völlig aus der Luft gegriffen.

      Im Übrigen gehört dieses Thema hier gar nicht rein. Such den richtigen Thread dazu, vielleicht "Gefühle eines HSV-Fans" und dann sollten wir das Thema losgelöst vom Thread "Abwehrspieler" dort diskutieren.
    • Ich will von dir keinen ins Detail ausgearbeiteten Finanzierungsplan sondern einen bloßen Umriss, wie der HSV bei immer mehr Neuverschuldung die 74 Mio in 4 Jahren zurück zahlen soll.

      Die Milchmädchenrechnung machst dann auch nur du auf: Mit neuen Spielern wird alles besser. Das dem nicht so ist, haben wir doch nun seit 5 Jahren zu genüge bewiesen bekommen. Gut 60 Mio investiert und spielen mit dem wohl dünnsten Kader der Vereinsgeschichte wieder gegen den Abstieg.

      Du kannst dir sicher sein, dass ich auch nicht möchte, das der HSV absteigt. Ich sehe nur die Gefahr einer Insolvenz weit höher als das wir mit diesem Kader absteigen würden. Und ich habe mich durchaus mit dem Thema Insolvenz schon beschäftigt, da du das anscheinend nicht hast, hier mal ein Link:
      anwalt.de/rechtstipps/zahlungs…n-beseitigung_018996.html

      Besonders zu beachten ist Punkt 5:
      Wenn der Finanzstatus zeigt, dass am Stichtag die fälligen Verbindlichkeiten mit den zur Verfügung stehenden liquiden Mitteln nicht bedient werden können, liegt eine Zahlungsunfähigkeit nicht vor, wenn auf Basis des Finanzplans davon ausgegangen werden kann, dass die Liquiditätslücke innerhalb des vom Bundesgerichtshof zugestandenen Prüfungszeitraums von drei Wochen zumindest bis auf einen geringfügigen Rest ausgeglichen wird.

      Wie groß der "geringfügige Rest" sein darf, ist ebenfalls definiert:
      Der BGH hat entschieden, dass für die Zahlungsunfähigkeit bereits genügt, wenn weniger als 10 % der fälligen Schulden offen bleiben und nicht innerhalb der nächsten drei Wochen nachbezahlt werden können. Die Zahlungsunfähigkeit ist ein Insolvenzgrund gemäß § 17 InsO.

      Auf gut Deutsch: Wir haben nach Fälligkeit der 74 Mio einen Zahlungsplan zu erarbeiten, der es uns ermöglicht, mindestens 90 % der fälligen Schulden zu begleichen. Das entspricht also 66,6 Mio €, und zwar innerhalb von 3 Wochen. In der Zeit bekommst du z. B. das Stadion sicher nicht verkauft.

      Schaffen wir das nicht, sind wir per Gesetz zahlungsunfähig und müssen Insolvenz anmelden, weil wir uns sonst der Insolvenzverschleppung schuldig machen.

      Vielleicht verstehst du jetzt, warum ich auf die "schwarze Null" setze und jeden zuviel ausgegeben € eher als Sargnagel betrachte. Wir haben nicht die Wahl, es entweder mit dem bestehenden Personal und ablösefreien Spielern zu versuchen oder weiter große Geldsummen zu investieren. Es MUSS einfach auf dem "billigen Weg" gehen, weil alles andere quasi zwangsläufig in den Ruin führt. Selbst wenn wir die Mittel für Verstärkungen im Moment noch auftreiben könnten, werden sie uns bei Fälligkeit der Schulden fehlen.

      Und für die Kreditwürdigkeit muss man sich nur die Bilanz anschauen, welche Teile der Aktiva tatsächlich zu Geld gemacht werden könnten, wann die Schulden fällig sind, welche Sicherheiten es gibt (praktisch keine: Das Stadion ist unverkäuflich und Transferwerte taugen nicht als Sicherheit, weil die Spieler nach Vertragsende ablösefrei wechseln können). Was passiert, wenn sich tatsächlich sportlicher Erfolg einstellt (Teilnahme internationaler Wettbewerb, da gehen dann nämlich die Mehreinnahmen an Kühne bzw. dessen Erben) und die Entwicklung der letzten 5 Jahre betrachten. Da bleibt nicht viel positives übrig.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Schroeder1887 ()

    • Mausch IT-Services

    • Schroeder1887 schrieb:

      Ich will von dir keinen ins Detail ausgearbeiteten Finanzierungsplan sondern einen bloßen Umriss, wie der HSV bei immer mehr Neuverschuldung die 74 Mio in 4 Jahren zurück zahlen soll.

      Die Milchmädchenrechnung machst dann auch nur du auf: Mit neuen Spielern wird alles besser. Das dem nicht so ist, haben wir doch nun seit 5 Jahren zu genüge bewiesen bekommen. Gut 60 Mio investiert und spielen mit dem wohl dünnsten Kader der Vereinsgeschichte wieder gegen den Abstieg.

      Du kannst dir sicher sein, dass ich auch nicht möchte, das der HSV absteigt. Ich sehe nur die Gefahr einer Insolvenz weit höher als das wir mit diesem Kader absteigen würden. Und ich habe mich durchaus mit dem Thema Insolvenz schon beschäftigt, da du das anscheinend nicht hast, hier mal ein Link:
      anwalt.de/rechtstipps/zahlungs…n-beseitigung_018996.html

      Besonders zu beachten ist Punkt 5:
      Wenn der Finanzstatus zeigt, dass am Stichtag die fälligen Verbindlichkeiten mit den zur Verfügung stehenden liquiden Mitteln nicht bedient werden können, liegt eine Zahlungsunfähigkeit nicht vor, wenn auf Basis des Finanzplans davon ausgegangen werden kann, dass die Liquiditätslücke innerhalb des vom Bundesgerichtshof zugestandenen Prüfungszeitraums von drei Wochen zumindest bis auf einen geringfügigen Rest ausgeglichen wird.

      Wie groß der "geringfügige Rest" sein darf, ist ebenfalls definiert:
      Der BGH hat entschieden, dass für die Zahlungsunfähigkeit bereits genügt, wenn weniger als 10 % der fälligen Schulden offen bleiben und nicht innerhalb der nächsten drei Wochen nachbezahlt werden können. Die Zahlungsunfähigkeit ist ein Insolvenzgrund gemäß § 17 InsO.

      Auf gut Deutsch: Wir haben nach Fälligkeit der 74 Mio einen Zahlungsplan zu erarbeiten, der es uns ermöglicht, mindestens 90 % der fälligen Schulden zu begleichen. Das entspricht also 66,6 Mio €, und zwar innerhalb von 3 Wochen. In der Zeit bekommst du z. B. das Stadion sicher nicht verkauft.

      Schaffen wir das nicht, sind wir per Gesetz zahlungsunfähig und müssen Insolvenz anmelden, weil wir uns sonst der Insolvenzverschleppung schuldig machen.

      Vielleicht verstehst du jetzt, warum ich auf die "schwarze Null" setze und jeden zuviel ausgegeben € eher als Sargnagel betrachte. Wir haben nicht die Wahl, es entweder mit dem bestehenden Personal und ablösefreien Spielern zu versuchen oder weiter große Geldsummen zu investieren. Es MUSS einfach auf dem "billigen Weg" gehen, weil alles andere quasi zwangsläufig in den Ruin führt. Selbst wenn wir die Mittel für Verstärkungen im Moment noch auftreiben könnten, werden sie uns bei Fälligkeit der Schulden fehlen.

      Und für die Kreditwürdigkeit muss man sich nur die Bilanz anschauen, welche Teile der Aktiva tatsächlich zu Geld gemacht werden könnten, wann die Schulden fällig sind, welche Sicherheiten es gibt (praktisch keine: Das Stadion ist unverkäuflich und Transferwerte taugen nicht als Sicherheit, weil die Spieler nach Vertragsende ablösefrei wechseln können). Was passiert, wenn sich tatsächlich sportlicher Erfolg einstellt (Teilnahme internationaler Wettbewerb, da gehen dann nämlich die Mehreinnahmen an Kühne bzw. dessen Erben) und die Entwicklung der letzten 5 Jahre betrachten. Da bleibt nicht viel positives übrig.
      Oh Mann. Das ist echt das Problem, wenn jemand irgendwoher etwas abschreibt ... ohne es zu verstehen.

      Der BGH hat die Zahlungsunfähigkeit definiert. Um es Dir als Laien einfach zu machen: Du giltst als zahlungsunfähig, wenn Du nicht alle Verbindlichkeiten zahlst und auch nicht in der Lage bist die letzten fälligen Verbindlichkeiten binnen 3 Wochen nachzuzahlen. Vereinfacht gesagt. Nur, dann kommt Dein Denkfehler. Der HSV hätte insoweit ein Problem, wenn die 75 Millionen an Verbindlichkeiten alle gemeinsam an einem Tag fällig werden würden und er diese dann nicht ausgleichen könnte. Doch wie kannst Du so etwas einfach unterstellen? Woher hast Du diese Informationen? Naheliegend ist doch vielmehr, dass die Verbindlichkeiten zu völlig unterschiedlichen Zeiten fällig werden. Monatlich werden vermutlich die Stadionkredite getilgt; halbjährlich bzw. jährlich noch ausstehende Transferverbindlichkeiten etc., etc... Das heißt: Deine Grundvorstellung ist schlichtweg falsch.

      Was Du im Übrigen bei möglichen Aktiva vergessen hast, ist der Umstand, dass wir eine AG sind und meines Wissen nach sind bislang nur Bruchteile der Anteile verkauft. Deutlicher Mehrheitseigner ist immer noch der e.V.. Sollte Kapital benötigt werden, wird man nicht umhinkommen hierüber Gelder zu gerieren.
    • Ähhh... ich hatte doch eindeutig geschrieben "bis 2021" und das die Verbindlichkeiten eben nicht am letzten Tag fällig werden, oder?
      Aber eben alle "bis 2021", also spätestens dann. Und wir tilgen eben keine Schulden, sondern schichten immer nur um. Machen neue Schulden, um alte zu begleichen. Wir haben eine 40 Mio-Anleihe ausgegeben (die auch noch jährlich mit 5 % = 2 Mio) verzinst wird, was unseren Etat zusätzlich belastet.

      Wenn wir wirklich Schulden monatlich / jährlich tilgen würden, wie kommt es dann, das die nie kleiner werden? Im Moment verlassen wir uns nur darauf, ständig neue Geldgeber zu finden, um mit deren Krediten andere Schulden bezahlen zu können. Nicht einen einzigen € haben wir aus eigenen Mittel zurück zahlen können. Was passiert aber, wenn wir irgendwann keine neuen Kredite mehr bekommen? Sollen wir uns wirklich darauf verlassen? Du weißt schon, der Krug und der Brunnen und so.

      Das mit den Anteilen ist richtig, aber auch hier wären wir wieder darauf angewiesen, dass jemand die Anteile überhaupt kaufen will. Bisher waren wir mit den Verkäufen ja nicht so erfolgreich.

      Du merkst, ohne fremde Hilfe können wir nix. Auf diese Hilfe können wir uns aber nicht immer verlassen, das ist wie hoffen auf den lieben Gott. Der HSV muss also ein hieb- und stichfestes Konzept haben, wir er das alleine stemmen kann. Und da sind weitere Ausgaben absolut kontraproduktiv.
    • Mausch IT-Services

    • Schroeder1887 schrieb:

      Ähhh... ich hatte doch eindeutig geschrieben "bis 2021" und das die Verbindlichkeiten eben nicht am letzten Tag fällig werden, oder?
      Aber eben alle "bis 2021", also spätestens dann. Und wir tilgen eben keine Schulden, sondern schichten immer nur um. Machen neue Schulden, um alte zu begleichen. Wir haben eine 40 Mio-Anleihe ausgegeben (die auch noch jährlich mit 5 % = 2 Mio) verzinst wird, was unseren Etat zusätzlich belastet.

      Wenn wir wirklich Schulden monatlich / jährlich tilgen würden, wie kommt es dann, das die nie kleiner werden? Im Moment verlassen wir uns nur darauf, ständig neue Geldgeber zu finden, um mit deren Krediten andere Schulden bezahlen zu können. Nicht einen einzigen € haben wir aus eigenen Mittel zurück zahlen können. Was passiert aber, wenn wir irgendwann keine neuen Kredite mehr bekommen? Sollen wir uns wirklich darauf verlassen? Du weißt schon, der Krug und der Brunnen und so.

      Das mit den Anteilen ist richtig, aber auch hier wären wir wieder darauf angewiesen, dass jemand die Anteile überhaupt kaufen will. Bisher waren wir mit den Verkäufen ja nicht so erfolgreich.

      Du merkst, ohne fremde Hilfe können wir nix. Auf diese Hilfe können wir uns aber nicht immer verlassen, das ist wie hoffen auf den lieben Gott. Der HSV muss also ein hieb- und stichfestes Konzept haben, wir er das alleine stemmen kann. Und da sind weitere Ausgaben absolut kontraproduktiv.
      Du hast doch das Jahr 2021 ins Spiel gebracht. Wie Du darauf gekommen bist, weiß ich doch nicht.

      Im Übrigen: Wenn wir "alte" Verbindlichkeiten tilgen und "neue" Verbindlichkeiten aufnehmen (z.B.: in gleicher Höhe), dann ändert sich zwar nichts an der Höhe der Gesamtverbindlichkeiten, aber in der Regel an der Fälligkeit der einzelnen Verbindlichkeiten ! Die verschiebt sich nämlich für die "neuen" Verbindlichkeit voraussichtlich nach hinten. Und das ist entscheidend für eine Insolvenz. Solange die neuen Verbindlichkeiten nicht fällig sind, brauche ich sie nicht zu zahlen. Es stellt sich insoweit die Frage der Zahlungsunfähigkeit gar nicht, allenfalls der Überschuldung, aber das ist zu kompliziert für den Thread.

      Was ich leider nicht sagen kann, ist, wie sich aktuell die Verbindlichkeiten genau zusammensetzen bzw. wie sie sich intern verändert haben in den letzten Jahren. Z.B.: wie aktuell die Abzahlung des Stadionskredits abläuft. Ich weiß nur, dass wir den einst von Hoffmann anvisierten entgültigen Abzahlungstermin nach hinten verschoben haben. Sollten wir den Stadionkredit jedoch monatlich bedienen und der wäre dann abgezahlt, hätten wir wieder freie Mittel. Ich denke aber, dass dies ein wichtiger Punkt im Finanzierungskonzept des HSV ist. Als die AG gegründet wurde, hatte ich ja die Hoffnung, dass mit den Geldern vor allem der Tilgungsdienst vorangetrieben wird. Leider wurde das Geld dann aber "verbraten".

      Bei neuen Investoren sehe ich nicht ganz so schwarz. Ich denke, dass da grundsätzlich eine Bereitschaft da ist. Nur, welcher große Investor hat schon Lust in einen Verein zu investieren, wenn ein anderer Investor so tut, als wenn es sein Verein wäre. Dass ist das Gute am FC Bayern ... da halte alle Investoren ihre Klappe. Die Zeit wird jedoch dieses Problem regeln. Ich denke auch, dass es Interesse aus China gibt, jedenfalls gab es ja im letzten Monat Meldungen, nach denen sich chinesische Investoren für Bundesligavereine interessieren. Ich mutmaße aber einmal, dass dies - zumindest derzeit - nicht gewünscht ist (zumal 50+1 ein Hindernis sein könnte) und auch unser Gönner keinen Platzhirsch neben sich duldet.

      Im Endeffekt gilt jedoch eins. Stehen wir in der Winterpause auf Platz 16 - oder schlechter - wird der HSV für neue Spieler Geld in die Hand nehmen.
    • Mausch IT-Services

    • Ochtmissen schrieb:

      Echt anstrengend, könnt ihr das nicht per pn klären?
      Ich finde die Diskussion schon passend und interessant. Ist seit Jahren das interessanteste und wichtigste Thema beim HSV. :nix:
      Ich mache es wie die anderen, reite auf meinem bunten Einhorn durch die Welt und sehe alles rosa-rot... Seit Jahren alles beim HSV verteidigt, nun mit kritischer Stimme nach den letzten Monaten, schon wird man als Dauernörgler abgestempelt. Geiles Forum.

      Und alles nur, weil ich meinen Verein liebe... :ndh:
    • Es schon interessant wenn man hier auch mal über 2 Seiten etwas diskutiert.
      Meisst kommt nach 2 Nachrichten irgendeine Polemik oder ein Blösdsinn weil
      die Argument ausgehen.

      ich kann mich gut daran erinnern, dass wir vor 3 Jahren die gleiche Diskussion hatten
      mit Bilanzeinblick etc.

      Leider ist das Thema sehr komplex und nach der Ausgliederung noch viel schwerer zu
      verfolgen.........
    • Mausch IT-Services